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19.-22. Juli 2018

Wissenswertes

Zahlen & Fakten

Die Kinderfestkommission

Mitglieder:    100
Ausschüsse:   7

 

Umzugsteilnehmer 2016

3893 Mitwirkende die sich wie folgt aufteilen

18 Musikkapellen mit 837 Musikern, davon 129 Jugendliche und 708 Erwachsenen 

15 Schulen mit 2233 Schülern und 368 Lehrern bzw. Eltern

14 Vereine mit 455 Mitwirkenden

25 Festwagen, davon 21 Pferdegespanne und 2 Oldtimertraktoren und 2 Unimog

Der Umzug ist in drei Teile aufgegliedert:
Schulen mit bunten Gruppen
Vereine
Stadtgeschichte

Geschichte Kinderfest

Seit über 180 Jahren feiert Wangen sein Kinderfest

WANGEN - Spielenachmittag, Kinderfesttheater, Feuerwerk sind für die Mitfeiernden oft Elemente eines modernen Kinderfest-Großereignisses. Doch der Blick in die Chronik zeigt: Vieles, was auch heute noch die Angebotspalette des Kinderfestprogrammes bereichert, hat eigentlich eine alte Tradition.

Unter dem Namen "Kleines Kinderfest" ist erstmals 1832 eine Eintragung in den Geschichtsbüchern der Stadt zu finden, die auch dokumentiert, dass bereits damals in Wangen anlässlich dieses Hintergrunds Theater gespielt wurde. Sicher ist, dass mit Einführung des "Kleinen Kinderfestes" - so der offizielle Titel - keine neue Festivität in Wangen aus dem Boden gestampft wurde, sondern nur mehr etwas längst Bestehendes eine Bezeichnung erhielt. So ist beispielsweise aus dem Jahre 1808 ein Fest zum Schuljahresende in feierlichem Rahmen bekannt, bei dem die Teilnehmer der damals noch üblichen Schulpreisverleihung mit "Braten, Salat, Brot, Wein und Bier" kostenlos verköstigt wurden.

Mit der Errichtung und Bepflanzung des auch noch heute an dieser Stelle existierenden Festplatzes fand sich für die Wangener etwa 1845 ein zentraler Festmittelpunkt. Das Kinderfest 1894 wartete mit einer echten Sensation auf: erstmals drehte ein Karussell in Wangen seine Runden. Im gleichen Jahr bildete zum ersten Mal ein großes Feuerwerk den Festabschluss - und lockte beeindruckte und verblüffte Blicke gen Himmel.

Neuigkeiten beim Umzug sind um 1900 herum zu vermelden: Die Kinder waren fortan kostümiert und auch Festwagen nahmen am Umzug teil. In den 20er Jahren wurde beim Kinderfest, nach einer längeren Pause, erneut Theater gespielt.

Während beider Weltkriege legte das Kinderfest eine Zwangspause ein, das erste Nachkriegs-Kinderfest fand 1948 statt. In den 50er Jahren vollzog das Kinderfest einen immer stärkeren Wandel: Mehr und mehr Angebote richteten sich ab dieser Zeit auch an Erwachsene und ließen aus dem ursprünglichen Kinderfest ein großes Stadtfest, ein Fest für die gesamte Bevölkerung, entstehen, so wie es auch heute noch gefeiert wird.

Geschichte Adlerschießen

Der König: Vogelkönig - Scheibenkönig

Das bedeutungsvollste Ereignis in den Schützengesellschaften bildet das Königsschießen, das in sämtlichen Städten, aber auch in kleinen Dörfern unter Beteiligung der gesamten Einwohnerschaft als wahres Volksfest gefeiert wurde. Hierbei unterschied man in vielen Städten zwischen dem Scheibenkönig und dem Vogelkönig, da entweder eine Zielscheibe oder ein bunt bemalter hölzerner Vogel als Ziel diente. Gerade das Vogelschießen, in dem ein geheiligtes altgermanisches Brauchtum zu erblicken ist, erfreute sich großer Beliebtheit. Meistens benutzte man hierzu die Nachbildung eines Papageien, oftmals auch die eines Schwanes, während in neuerer Zeit vielerorts der heraldische Doppeladler des alten Römischen Reiches als Ziel dient. Im Laufe der Zeit stellten viele Büchsenschützengilden das Schießen auf den Vogel ein, weil ein echtes Messen der Zielsicherheit fast ausgeschlossen und das zum Sieg entscheidende Herunterholen des Vogelkörpers zu sehr an Zufälligkeit gebunden ist. Während die Armbrustschützen vorwiegend dem alten Brauch treu blieben, maßen die Büchsenschützen nunmehr ihre Kräfte auf Scheiben, die als Motiv den alten Königsvogel hatten.

Das Königsschießen galt und gilt noch heute als die Auszeichnung des besten Schützen der Gilde oder der Gemeinde und Städte. Er wurde zum König ausgerufen, trug für die Dauer eines Jahres die Ehrenkette und kam in den Genuss einer Reihe von Vorteilen, die in den einzelnen Gemeinden und Städten sehr unterschiedlich festgelegt waren. Diese Vorteile bestanden unter anderem in der Befreiung von der Steuerpflicht, von Herrendienst, Wachdiensten und von Abgaben für das Branntweinbrennen. Die Ehrenketten der Schützenkönige ähneln in der äußeren Form den Amtsketten der Bürgermeister und sie bilden zum größten Teil Goldschmiedearbeiten von hohem künstlerischem Wert. Viele Ketten besitzen als Anhänger die Gestalt eines Vogels als Sinnbild des Vogelschusses sowie ein Medaillon mit dem Bildnis des Schutzpatrons, in den meisten Fällen der hl. Sebastian. Es bürgerte sich ein, dass der jeweilige König für die Ehrenkette einen Anhänger stiftete, auf dem der Name des Stifters und das Jahr des Königschusses eingraviert wurde. In der heutigen Zeit werden Silbermünzen die als Sonderprägung über das Geschehen eines Jahres berichten, gerne als Zeitzeugen an die Kette geheftet, und so entstehen Schützenketten von unsagbarem Wert, und sehr zum Leidwesen der Kettenträger zu einer Last wurde, die durch die jährliche Vergrößerung hervorgerufen wurde. Ja, so ist vieles vom damaligen Schützenbrauchtum bis in die heutige schnelllebige Zeit erhalten geblieben.

Historik: Adler oder Vogelschießen

Der Brauch des Vogelschießens ist eigentlich eine uralte Einrichtung. Im Süden des Deutschen Raumes allerdings nicht so verbreitet wie in Mittel und Norddeutschland. Ursprünglich geht er auf einen alten germanischen Mythos zurück. Damals schossen die Vorväter bei einer altgermanischen Frühlingsfeier auf einen an einer Stange befestigten hölzernen Vogel. Er stellte den unheilvollen Höllenvogel - den Hahn „Windofinir" - dar, der bereits in der Edda-Sage erwähnt wird. Indem man ihn erlegte, so der Glaube, verbannte man das Böse aus der Welt, um den Menschen zum Frühlingsanfang das Lichte, Gute, zu bescheren. Auch in der Zeit des Mittelalters hielt man den Brauch, um den verhassten Unheilbringern- Dunkel, Tod und Verderben - den Garaus zu machen. Damals war der Schuss auf den Vogel im gesamt deutschsprachigem Raum weit verbreitet. Meist benutzte man dabei einen farbenprächtigen Papagei als Zielscheibe. Bis ins 19. Jahrhundert wurde auf den hölzernen Vogel geschossen. Als die Schützen begannen auf Scheiben zu schießen, haben sie, so wird vermutet, das „Vogelschießen" den Kindern überlassen. Schriftliche Aufzeichnungen darüber existieren allerdings nicht, so dass man lediglich auf Spekulationen angewiesen ist.

Wappenkunde

Wappenkunde zur Beflaggung in der Altstadt während des Kinder- und Heimatfestes